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Pressemeldung 10. Mai 2006 drucken »   senden »
 

Fachärzte der Ärztlichen Qualitätsgemeinschaft Ried zertifiziert

Gernsheim, 10. Mai 2006. Die Fachärzte der Ärztlichen Qualitätsgemeinschaft Ried sind die ersten in der Region, die ein Qualitätsmanagementsystem nach dem Verfahren „Europäisches Praxisassessment“, in ihren Praxen eingeführt haben. Am Mittwoch erhielten 10 Praxen ein Zertifikat der unabhängigen Stiftung Praxissiegel e. V., die für mehr Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen eintritt.

 

„Wir freuen uns, dass wir nach der erfolgreichen Einführung der Zertifizierung von Hausärzten, Zahnärzten, Kinder- und Jugendärzten nun auch für andere medizinische Fachrichtungen ein Qualitätsmanagementmodell anbieten können“, so Uwe Schwenk, Geschäftsführer der Stiftung Praxissiegel e. V. aus dessen Händen die Praxen ihre Zertifikate entgegennahmen.

 

Nachdem bereits die hausärztlichen Praxen der Ärztlichen Qualitätsgemeinschaft sehr gute Erfahrungen mit dem Qualifizierungsverfahren des Europäischen Praxisassessments machten, wünschten auch die fachärztlichen Praxen eine Zertifi-zierung nach dem bundesweit anerkannten Modell, das dazu beiträgt, Patienten mehr Transparenz über die Qualität der Arbeit in den Praxen zu vermitteln.

 

Für Hans-Peter Schwarz, Vorstandsmitglied der Ärztlichen Qualitätsgemeinschaft und Gynäkologe war die Zertifizierung nach der in mehreren europäischen Ländern erprobten Methode von Anfang an der beste Ansatz. „Wir wollten ein Qualitätsmanagement, dass sich ohne riesigen Kostenaufwand und mit wenig Bürokratie umsetzen lässt und das uns die wichtigen Punkte aufzeigt, an denen wir unsere Praxis verbessern können. Zum Wohle unserer Patienten.“

 

Das Qualifizierungsverfahren für die ärztliche Praxis gliedert sich in fünf Schritte. Nach einer Vorbereitungsphase, die vor allem dazu dient, das gesamte Praxisteam zu informieren und einzubinden wird zunächst eine Bestandsaufnahme in der Praxis durchgeführt. Hierbei hinterfragten die Ärzte und Helferinnen unter anderem die Zufriedenheit der Patienten, die Qualität ihrer Praxisorganisation und die Kommunikation im Team. Besonders attraktiv für die Ärzte war die sogenannte Zuweiserbefragung, bei der Ärzte, die mit der jeweiligen Facharztpraxis zusammenarbeiten um ihre Meinung gebeten werden. Zusätzlich besucht ein unabhängiger Visitor jede einzelne Praxis, um sich ein Bild vor Ort zu machen. Um die Ergebnisse der Bestandsaufnahme intern bestmöglich zu nutzen, wird eine gemeinsame moderierte Teambesprechung durchgeführt.

Bei der Umsetzung von Verbesserungen werden die Praxen durch eine spezielle Software, die Lösungsbeispiele und nützliche Tips kanalisiert und einen Vergleich der Praxis mit anderen Praxen ermöglicht, unterstützt.

 

Das Zertifikat dokumentiert das Engagement für Qualität in den Praxen auch nach außen und soll das Vertrauen der Patienten in die Facharztpraxis stärken.

 

 

 




Letzte Aktualisierung: 05.09.2009 © 2004 Stiftung Praxissiegel e. V.
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